eigenes Gartengemüse jetzt pflanzen

eigenes Gartengemüse jetzt pflanzen

Nach der langen, dunklen Jahreszeit geht es nun mit Riesenschritten der Sonne entgegen. Dank Sommerzeit bleibt uns abends eine Stunde mehr, im Garten zu wuseln oder den Pflanzen beim Wachsen zuzugucken. Falls in den letzten 4 Wochen Gemüsesamen auf der Fensterbank gekeimt haben und ordentlich pikiert wurden, können sie nun ins Freie. Dazu sollten die Beete ca. 1,2 -1,8 m lang und 60-70 cm breit sein, zwischen ihnen ein Trampelpfad von 40 cm Breite, damit man auch mal mähen oder harken kann. Die Erde wird umgegraben und glatt geharkt, selbstverständlich auch gründlich gejätet. Mit einem Gerätestiel oder Schnur markiert man sich die Pflanzreihen, holt sich noch 2-3 Eimer Wasser und dann kanns los gehen, die beste Tageszeit ist übrigens der Feierabend. Im Fußlängenabstand wird gesetzt, was man so bevorzugt: Erdbeeren, Kohlrabi, Kopfsalat, Buschtomaten. Kopfsalat darf übrigens nicht zu tief gepflanzt werden, dh. alle Keimblätter sollten nach dem Setzen noch zu sehen sein. Wer den Vögeln seine Gärtnermühe nicht zum Fraß vorwerfen will, kann sich über die Salatreihen noch einen Abwehrmechanismus spannen. Vorteilhaft ist es auch, Salat- oder Kohlrabijungpflanzen zwischen die Erdbeerreihen zu setzen. Die brauchen erst ab Juli viel Platz und dann sind die Kohlreihen ja wieder leer. Möhren, Radieschen und Pflücksalat dort auszusäen ist natürlich auch eine Variante. Danach gut anwässern und auch weiterhin feucht halten. Sind die Möhren aufgegangen, sollte man 8 Tage später mal nachgucken, ob sich Möhrenfliegen breit machen. Es gibt Gegenmittel, doch man darf dann nicht zögern, sie nach Vorschrift anzuwenden. Durchlöcherte Möhren sind zwar essbar, aber nicht jedermanns Geschmack. Mangold sollte Mitte April ausgesät und nach dem Aufgehen streng verzogen werden (ca. 20 cm Abstand), nur dann entwickeln die verbleibenden Pflanzen ihre typisch fleischigen Stängel. Zucchini sind ganz besonders einfach anzuziehen und werden immer beliebter. Doch 2- 3 Pflanzen sind vollkommen ausreichend für einen 4-Personen-Haushalt. Jeder Pflanze sollten ca. 80 x 80 cm eingeräumt werden. Biodünger ist hier besonders wichtig, damit es ein gesundes Pflanzenwachstum und Ertrag gibt, doch das gilt im April generell: Düngen und Gießen für alle Gemüse-Kulturen, Kräuter und Stauden. Fressfeinde dezimieren auf natürliche Weise und ohne großen Einsatz des Gärtners die Blattläuse: Florfliegen, Marienkäfer, Schlupfwespen und Schwebfliegen. Im Fachhandel gibt es Eier und Larven der Marienkäfer und der Schlupfwespen zu kaufen, aber man kann auch einige einfangen und auf seine befallenen Gemüsepflanzen setzten. Haufen aus totem Holz und alten Blättern sind als Winterquartiere für die Nützlinge ideal. Brennessel-Sud wirkt auf die Balttunterseiten aufgespritzt ebenfalls sicher. Dazu kocht mann 2-3 Handvoll frische Brennensseln mit 2 l Wasser kurz auf und lässt das 1 Tag lang ziehen. Brennesseljauche dagegen wirkt sowohl gegen akuten Befall aber auch als Dünger, benötigt jedoch mind. 1 Woche und wird ohne Kochen nur durch Einlegen hergestellt. Später mehr dazu.

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